Ihr gutes Recht!

Alle Arbeitnehmer bzw. angestellte Personen und Auszubildende haben grundsätzlich einen Anspruch auf ein schriftliches Zeugnis. Da dies eine wichtige Beurteilungsgrundlage für das weitere berufliche Fortkommen in anderen Unternehmen ist, sollte bei der Ausfertigung mit genügend Sorgfalt vorgegangen werden.
Wie bereits erwähnt (siehe "Form"), stehen dabei die Wahrheitspflicht und die Wohlwollenspflicht im Vordergrund, wobei letztere meistens überwiegt (sprich, bei kleineren Verfehlungen sollte ein Auge zugedrückt werden). Verschweigt z.B. ein Arbeitgeber jedoch grobe Rechtsverletzungen seitens des Arbeitnehmers und lobt ihn in den höchsten Tönen, so kann er von einem zukünftigen Arbeitgeber hierfür haftbar gemacht werden. Dies allein zeigt schon, wie schwierig es ist, die beiden Grundsätze gegeneinander abzuwägen.

Folgende Inhalte haben in einem Zeugnis laut Rechtssprechung definitiv nichts zu suchen:


Andererseits ist der Arbeitgeber nicht dazu verpflichtet, dem Arbeitnehmer gute Wünsche für seine berufliche und private Zukunft mitzugeben. In der Praxis wirft schon allein das Fehlen dieser Schlussformel ein äußerst schlechtes Licht auf das Zeugnis, egal wie positiv vorher bewertet wurde.

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